“Mutterland-In der Hitze Afrikas“ – Alesia Fridman

Mit “Mutterland-In der Hitze Afrikas“ veröffentlichte Alesia Fridman ihr zweites Buch unter diesem Pseudonym.


Die junge Kinderärztin Tara reist mit 3 männlichen Kollegen nach Namibia. Ihre Reise führt sie nicht nur zu den schönsten Touristenattraktionen, sondern ist gleichzeitig auch eine Suche nach Taras Wurzeln. Vor der Abreise erhält sie von ihrem Vater einen Zwillingsdiamanten, der sich seit vielen Generationen in ihrem Familienbesitz befindet, mit der Aufgabe seinen Zwilling und deren gemeinsame Geschichte zu recherchieren.

Die Hitze in dem Buch entsteht allerdings nicht nur durch die heiße namibische Sonne, sondern auch durch die prickelnde Spannung zwischen den 4 Reisenden. Es ist eindeutig ein Buch für Erwachsene, denn die Geschehnisse der namibischen Nächte sind absolut nicht jugendfrei. Die 4 Reisenden entdecken viele verborgene Facetten von Anziehung und was im Urlaub passiert, bleibt auch im Urlaub. Leser, die sich an erotischen Geschichten stören, können diese allerdings auch gut überlesen, denn sie bilden nur das Karamell auf der Crème Brûlée. Mir persönlich hat das heiße Knistern sehr gut gefallen.

Obwohl ich schon einige Bücher über Namibia gelesen habe, ist „Mutterland“ das Buch, das mich am meisten in dieses wunderschöne Land versetzt hat. Da die Autorin selbst zweimal vor Ort war und offenbar sehr viel Recherche betrieben hat, ist die Beschreibung der Plätze so gut gelungen, dass es sich für mich anfühlt wie ebenfalls vor Ort gewesen zu sein. Zwischendurch tauchen im Buch immer wieder Fotos auf, die dem fiktiven Roman noch mehr den Touch eines realen Reiseberichts verleihen.

Ich habe sehr viel Neues über die verschiedenen Regionen, Flora, Fauna, Bewohner, Historie und den Zauber Namibias gelernt. Besonders gut hat mir der Aspekt gefallen, dass sich Tara kritisch mit den Konflikten zwischen Afrika vs. Europa, Arm vs. Reich, Naturvolk vs. Zivilisation auseinandersetzt. Auch die Geschichte des Sklavenhandels hat mich sehr berührt.

Ein glücklicher Zufall spielte mir dieses Buch in die Hände. Normalerweise werde ich selten auf selfpublisher aufmerksam, da ich bisher neues Lesefutter immer bei den großen und kleinen Verlagen gesucht habe. Aber dieses Buch hat mir eindeutig bewiesen, dass es sich sehr lohnt auch mal links und rechts der bekannten Pfade zu schnüffeln.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s