Neulich im Discounter

Mit „Neulich im Discounter – Meine absurdesten Erlebnisse mit Kunden“ , 2016 erschienen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, zeigt uns Christian Klein, dass der Kunde zwar König ist, aber der Verkäufer der Kaiser.

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Einfach nur Lebensmittel shoppen war gestern. Heute erwartet der Kunde, dass man bei Aldi, Lidl, Penny und Co. das Rundum-Sorglos-Paket à la „Einmal hin, alles drin“ bekommt.

Die einen halten ihren Einzelhandelskaufmann für ein Multitalent, der Dessous-Ankleide, Stromladestation, Eheberater, Werbefachmann und Frustventil in einem ist. Andere wiederum leben ihre sadistische Ader aus indem sie bei einer Inventur die Ergebnisse torpedieren oder völlig ohne Grund Joghurt vor die Kühltheke werfen, den der „Bedienstete“ dann mit einem kundenfreundlichen Lächeln aufwischen darf. Einige besondere Exemplare aber halten Discounter-Personal auch einfach nur für blind und blöd, denn sie versuchen mit den absurdesten Strategien ihre Ware unbezahlt aus dem Laden zu befördern.

Anfangs hatte ich das Gefühl, dass der Autor die Geschichten etwas ausbaut um eine gute Story zu produzieren. Aber nach du nach merkte ich, dass manche Anekdoten einfach zu schräg sind um erfunden zu sein. Die verrücktesten Geschichten schreibt bekanntlich das Leben. Und wenn sie dann noch ein humorvoller Erzähler weitergibt, kommt eine Sammlung von amüsanten Kurzgeschichten heraus, die einen staunenden Leser hinterlassen.

Das Buch war kurzweilig, frisch und frech geschrieben und hat mir Einblicke in eine Welt verschafft, die auch ich bisher als selbstverständlich ansah. Ich werde die Angestellten der Supermärkte nun mit einem geschulten Auge betrachten. Und den ein oder anderen Spruch sicherlich mal klauen, um unterstützend einzugreifen, wenn sich schlechterzogene Kunden mal wieder danebenbenehmen.

Ich vergebe für das Buch 4 Einkaufschips, denn ich hab mich gut unterhalten gefühlt und einiges dazu gelernt.

 

Ich glaub, mein Puma pfeift – Als Forscherin im reichsten Tierparadies der Welt

Lydia Möcklinghoff ist Tropenökologin und betreibt, wie sie selbst sagt: Erbsenhirnparalleluniversumsforschung.

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Fernab jeder Zivilisation, 6 Stunden bis zum nächsten Ort, kämpft sich Lydia durch den Regenwald oder überschwemmte Gebiete. Wenn der Jeep mal wieder steckenbleibt, steigt sie auf Pferd oder Maultier um oder muss sogar mit dem Boot quer durch die unbeschilderte Pampa. Immer dabei hat sie ihre Machete, mit der sie sich durchs Geäst schlägt. Von Moskito- oder Wespenattacken geplagt, verteilt sie ihre Kamerafallen, beobachtet, fotografiert und katalogisiert ihre Forschungsobjekte.

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Sie ist die weltweit einzige Ameisenbärenforscherin und entdeckte in ihren 10 Jahren im brasilianischen Pantanal bisher unentdeckte Verhaltensweisen.

Als Aushängeschild im Kampf für bedrohte Tierarten sensibilisiert der Ameisenbär die Menschen für die Vielfältigkeit der Natur, denn in direkter Nachbarschaft leben Nasenbären, Tapire, Jaguare, Hyazintharas, Vogelspinnen, Capybaras, Riesenotter, Gürteltiere, Pumas, Nabelschweine, Wasserbüffel, Kaimanen und viele andere exotische Tiere. So durfte ich beim Lesen z.B. mir bisher unbekannte Tiere wie den Jabirustorch kennenlernen.

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Da in der Forschung wenig Geld übrig ist, musste sich Lydia einen Schlachtplan überlegen, um ein mehrjähriges Projekt zu finanzieren. Ihre aus meiner Sicht beste Idee war es dieses Buch zu schreiben. Dadurch hat sie meine Aufmerksamkeit geweckt und ich fand im Internet von Lydia inszenierte Science-Slams, Crowdfunding-Kampagnen, Talkshow-Auftritte etc. Für ihre aktuellen Projekte wird sie auch von NRW-Zoos unterstützt.

Ich freue mich sehr, dass ich beim ausgiebigen Recherchieren lesen durfte, dass Lydia an ihrem nächsten Buch schreibt.

Lydia Möcklinghoff in einer NDR-Talkshow

Besonders begeistert hat mich ihre Art zu erzählen. Das Forschungsgebiet an sich hat mich schon extrem interessiert, aber die Hintergrundstories sind nicht nur abenteuerlich, sondern auch manchmal emotional oder unglaublich witzig. Ich fand es sehr spannend Einblicke hinter die Kulissen zu erhalten, denn in keiner Naturdoku und keinem Biologiebuch erfährt man, wie so ein Forscherleben wirklich aussieht.

Die authentischen Berichte gepaart mit leicht verständlichem Fachwissen werden jeden Leser mitreißen, der an Natur und Tieren interessiert ist.

Von mir bekommt das Buch auf jeden Fall VOLLE Punktzahl, denn Biologie, Humor, fremde Länder, Klugscheißerwissen und Faszination in einem Buch vereint, treffen bei mir mitten ins Schwarze!!!

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Mein persönlichstes Ameisenbären-Rendezvous hatte ich 2011 im Berliner Zoo mit Carlos. Typisch für den Südamerikaner, schlief er bei meiner Ankunft. Gemächlich krabbelte er aus seinem Versteck, als er Eindringlinge bemerkte. Da er eine Handaufzucht war, ging deutlich weniger Gefahr von ihm aus als von einem Wildtier. Mit gerade mal einem Jahr war er extrem neugierig. Carlos ging dann doch sehr schnell auf Tuchfühlung. Aber als er mit seiner 60cm langen Zunge keine einzige Termite in meinem Gehörgang fand, stellte er sich auf die Hinterbeine und zeigte uns seine mächtigen Krallen. Das Zeichen haben wir verstanden und zogen uns voller Respekt, aber um eine wahnsinnig beglückende Erfahrung reicher, zurück.

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Tieffliegende Blondinen oder Stänkern über Liebe: Modisches Chaos published by Charly von Feyerabend

Charly von Feyerabend präsentiert zeitgleich 2 neue Bücher und hat passend dazu noch die Website Tieffliegendes Berlin gebastelt.

Ihre Protagonistin Fritzi ist verplant, landet jeden Fettnapfvolltreffer und wirkt auf mich wie ein Gast in ihrer eigenen Realität. Fritzi ist wie Troubadix, ein Schöngeist, der jeden Hieb abschüttelt und die Ursache nicht bei sich, sondern bei anderen sucht. Nur im Gegensatz zu Fritzi ist Troubadix blond und blonde Kreaturen sind für Fritzi das Non-plus-ultra, das personifizierte Übel, ja sogar der Grund ein Hassbuch über Blond zu schreiben.

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Die Ansätze von „Tieffliegende Liebe“ fand ich gut: eine junge Frau, die aus ihrem gesellschaftlich anerkannten Leben katapultiert wird, sich kurz schüttelt um dann eine Rolle zu übernehmen, die sie nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Power und Charme meistert. Aber in Wirklichkeit meistert sie kaum etwas aus eigener Kraft, sondern nur durch die Hilfe von Anderen und dank etwas auffällig konstruierten Zufällen.

In einigen Punkten konnte ich mich gut mit Fritzi identifizieren, denn wir beide haben keine Ahnung von Mode, keinen blassen Schimmer von Kindererziehung und sind ausgezeichnet in Planlosigkeit. Aber auf der anderen Seite wollte ich Fritzi ein paar Mal schütteln. In vielen Situationen ist sie hoffnungslos naiv, blind und unselbstständig. Sie sucht lieber die Ursachen für ihre Missgeschicke bei anderen und schaut jammernd dabei zu wie sich die Situation selbst heilt.

Was Fritzi allerdings wieder extrem sympathisch gemacht hat, waren ihre geistigen Ausflüge ins Ninja-Prinzessinnen-Land. Ich wünschte, Fritzi würde die echte Heldin viel öfter in sich entdecken.  Auch die Notizen an sich selbst, die sich als Fussnoten durch das ganze Buch ziehen, fand ich eine gelungene Idee, denn es unterstreicht zusätzlich die weitgefächerte Gedankenwelt und das ständige Neben-dem-Hauptweg-Laufen.  Und ganz nebenbei erweitert der Leser sein Allgemeinwissen. Bis zum Ende habe ich aber leider die Idee hinter Status P und Status p nicht verstanden.

Mich hat gestört, dass es zu viele Leute im Buch gibt, die mehr oder weniger die Szenerie begleiten, aber statt Fritzi eine Unterstützung oder ein Fels in der Brandung zu sein eher noch mehr Chaos produzieren. Als Leser wusste ich teilweise nicht mehr, welcher Typ da nun gerade welche Rolle spielt.

Das Ende des Buchs mochte ich leider nicht. Es wirkte wie: „schnell noch eine Katastrophe einbasteln und dann rasch die letzten Seiten füllen, damit es irgendwie doch noch in die Liebesromanecke passt“.

Wiederum recht gelungen fand ich den Ansatz des Buchs im Buch…

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Fritzi springt auf den Hype auf und schreibt als Protagonistin selbst ein Buch. Ein Hassbuch. Sie setzt ihren Frust kreativ um, was für sie eine sehr gute Methode der Psychohygiene ist. Zuerst dachte ich, dass man zum Verständnis des Hassbuches erst Fritzi  kennenlernen muss, aber nach der Lektüre kann ich berichten, dass sich „Stänkern über Blond“ sehr gut als eigenständige Lektüre präsentiert. Fragen, wieso Blondinen bevorzugt werden, ob Blondinen auch alleine zurechtkommen würden oder wie Heidi Klum zu „weltweitem Rum“ gelangte, werden mit viel Humor, aber auch wissenschaftlichen Ausflügen ergründet. Aber am Ende ist es dann irgendwie doch kein Hassbuch, sondern eher eine humorige Sammlung verschiedener Denkansätzen, Theorien und Thesen zum Thema, die mich des Öfteren schmunzeln ließen. Alles in allem war das Buch für mich strukturierter, mit blondem Faden und einem stetigen Witz.

Auch wenn ich in meinen Ausführungen viel über Fritzi und ihr Chaos gestänkert habe, so darf ich doch mit gutem Gewissen behaupten, dass Fritzi mir im Gedächtnis bleiben wird, denn sie ist insofern eine besondere Heldin, da sie sich eben durch ihre völlige Verplantheit sehr von den üblichen Liebesromanchicas abhebt.

Allerdings wünsche ich Fritzi auch von Herzen, dass sie in ihrem nächsten Abenteuer mehr sie selbst ist und ihre chaotischen Kräfte besser umsetzt.

Obwohl ich in meinem Urteil so hin-und hergerissen bin, möchte ich doch den Mut und Ehrgeiz der Autorin in meiner Bewertung nicht außer Acht lassen. Selfpublishing in einer von rosa Romanen überschwemmten Welt erfordert jede Menge Stolz oder Wahnsinn. Aber gerade WEIL sich der Inhalt der Bücher vom HappyPusteblumenKitsch abgrenzt, vergebe ich für beide Bücher eine Gesamtnote von 4 Ninjasternen!!!

„Affenbruder“ von Kenneth Opel

„Affenbruder“ ist ein Jugendroman von Kenneth Oppel, 2015 bei Beltz+ Gelberg erschienen.

In den 1970ern steht die Wissenschaft vor der Frage, ob Schimpansen die menschliche Sprache erlernen können. Für ein Experiment der amerikanischen Universität wird ein Schimpansenbaby von seiner Mutter geraubt und soll wie ein Menschenbaby in einer Familie aufwachsen und sich dort die Zeichensprache aneignen.
Professor Tomlin, ein renommierter Verhaltenspsychologe, seine Frau, die für ihre Doktorarbeit forscht und deren Teenager-Sohn Ben nehmen Zan bei sich auf. Anfangs liegt der Großteil der Verantwortung bei Ben‘s Mum, die Zan wie einen menschlichen Säugling versorgt. Nach einiger Zeit bekommt sie viel Unterstützung von Studenten und auch Ben gewöhnt sich nach und nach an das neue Familienmitglied.
Mit viel Aufwand und Zuneigung erlernt Zan in 1,5 Jahren die wichtigsten Zeichen um seine Grundbedürfnisse zu äußern, aber er wird auch zusehends stärker und charakterfest. Aus wissenschaftlicher Sicht lernt er zu wenig und zu langsam und wird zunehmend zu einer Gefahr, also droht das Projekt zu scheitern… Zan soll an andere Projekte weiterverkauft werden. Doch Ben kämpft um seinen „kleinen Bruder“.

Das Cover in gelb-rot-schwarz zieht die Blicke auf sich und verkündet mit einfachen Symbolen um was es im Buch geht. Der Schreibstil des Autors ist hervorragend. Er versteht es nicht nur Spannung aufzubauen, sondern auch echte Herzstillstandmomente zu entwickeln. Aber er hat auch den Dreh raus mit großen Emotionen die Vernunft und Logik außer Kraft zu setzen.
Die Charaktere sind perfekt herausgearbeitet, man entwickelt schnell Sym-und Antipathien. Aber alle wichtigen Persönlichkeiten durchlaufen während der Handlung eine Entwicklung, sodass der Leser seinen ersten Eindruck überdenken muss.

Aus meiner Sicht wäre es eine ideale Schullektüre, denn es umfasst viele Themen: Der Autor setzt sich kritisch mit Tierversuchen, Naturverständnis, Erwachsenwerden, Generationenkonflikten, Machtverhältnissen und Freundschaft auseinander. Nicht nur jugendliche Leser erhalten zahlreiche Denkansätze und lernen nebenbei sehr viel über Biologie. Aber nicht nur wissenschaftlich ist dieses Buch hochinteressant, sondern spricht auch die emotionale Intelligenz an.

Ich habe während des Lesens Rotz und Wasser geheult, weil die Verbindung zwischen Ben und Zan so tief, so berührend, so ergreifend geschildert ist. In vielen Situationen benötigt der Autor keine Worte, sondern nur eine einzige Handbewegung der Protagonisten um die ganz großen Gefühle darzustellen. Einzig die Geschichte der ersten jugendlichen Schwärmerei hat mich persönlich wenig berührt, aber vielleicht kann ich mich mit 35 Jahren einfach nicht mehr in die Teeniewelt einfühlen.

Das Buch spielt vor dem Hintergrund tatsächlich durchgeführter Experimente, ist aber dennoch aktueller denn je. Denn es gibt auch heute noch Tierversuche, es gibt auch heute noch enge Beziehungen zwischen Tier und Mensch und auch heute hat der Mensch noch nicht begriffen, dass nicht er der Nabel der Welt ist, sondern die Natur viel stärker ist.

Das Buch bekommt von mir volle Punktzahl, denn es ist nicht nur ein gut aufgebauter Roman, sondern auch ein geeignetes Lehrbuch, sowie eine Sammlung toller Denkanstöße und großer Gefühle.

„Zum wilden Eck“ von Fritzi Sommer

„Zum wilden Eck“ ist der 2015 bei Heyne erschienene Mops-Krimi von Fritzi Sommer, die als Tina Wolf schon 2 andere Bücher bei Heyne veröffentlichte.

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Inhalt: Die Hamburger Anwältin Josefine Hartmann ist frisch getrennt und erbt einen Campingplatz im ostdeutschen Prerow. Gemeinsam mit ihren 3 Hunden fährt sie hin und taucht in eine für sie neue Welt ein. Zuerst trifft sie auf wenig Begeisterung seitens der vielen unterschiedlichen Camper, aber rasch freundet sie sich mit Conny, der Platznachbarin ihres Onkels Fritz, an. Die Hunde stellen fest, dass auf dem Platz komische Dinge vor sich gehen und schnüffeln etwas rum. Es stellt sich raus, dass eine große Immobilienfirma starkes Interesse an diesem Platz hat, aber nachdem Josi merkt, welcher Schatz sich da an den Dünen der Ostsee verbirgt, beschließt sie den Platz nicht zu verkaufen. Aber auch unter den Bewohnern scheint nicht immer eitel Sonnenschein zu herrschen. Plötzlich sitzt Conny tot auf der Hollywoodschaukel und die Hunde müssen bei den Ermittlungen helfen!

Meine Meinung: Dieses Buch passt perfekt in mein Regal zwischen die Schafskrimi Glennkill und Garou von Leonnie Swann, die Dackel- und Winston-Bücher von Frauke Scheunemann, die Erdmännchen-Krimis von Moritz Matthies und den Hundekrimis um Nicolló & Giacomo von Carsten Sebastian Henn. Ich liebe Geschichten, die aus Sicht der Tiere erzählt werden.

Zum einen spielt die Autorin mit Klischees, besonders was die Camper betrifft, aber sie zeichnet mit Josi auch einen guten Charakter, der viele Vorurteile abbaut und damit mehr zu sich selbst findet.
Die Charaktere der Hunde sind wunderbar gezeichnet. Der halbe Mops Henri , der gerne den Tatort-Ermittler verkörpert, der alte Mops Viktor , der durch manch weisen Kommentar die Ermittlungen lenkt und die gemütliche Mopsdame Wilma, die zwischen Fressen und Schlafen wenig Zeit für geistige Aktivität findet, sind mir wirklich ans Herz gewachsen.

Einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass ich mir etwas mehr Spitzzüngigkeit gewünscht hätte. Zwar verdrehen die Möpse die Bedeutung mancher menschlicher Formulierungen, was ich sehr mag, aber für meinen Geschmack, hätte es noch mehr sein können. Aber da bin ich wohl von den Glennkillschafen auch sehr verwöhnt.
Zwar ist der Kriminalfall nicht der verstrickteste und der Leser kann sich relativ schnell die Zusammenhänge denken, aber trotzdem ist die Geschichte an sich gut aufgebaut.

Meine Bedenken vorm Kauf waren, dass es wieder einer dieser unzähligen Romane ist, der im Titel oder auf dem Cover mit einem Tier lockt und dann kaum etwas mit diesem zu tun hat. Aber nach dem Lesen kann ich bestätigen, dass dieses Buch 100% Mops beinhaltet. Keine andere Hunderasse hätte besser nach Prerow gepasst und ich hoffe, dass Henri, Viktor und Wilma noch von einigen Reisen mit Josi berichten.

Dieses Buch war für mich ein kleiner Urlaub an der Ostsee und ich gebe ihm gerne 4 von 5 Leckerlis!

Die Gewinnerinnen stehen fest!!!

Hallo Mädels!!!

Das Hibbeln hat endlich ein Ende!

Nicht wirklich überraschend: Es hat KEIN Mann teilgenommen!

Für mich überraschend:

Es gab 76 Teilnehmerinnen an meinen insgesamt 5 Buchverlosungen!

Um alles sauber ablaufen zu lassen, habe ich alle Beiträge ausgedruckt und mit zu meiner Freundin genommen, die heute die Losfee spielen durfte. Da sie hochschwanger ist, findet sie die Fotos der Aktion nicht sonderlich berauschend, deshalb bin ich so fair und belasse diese im Handyspeicher. Falls aber jemand doch bezweifeln sollte, dass alles mit rechten Dingen zuging, bin ich mit Beweismaterial gewappnet.

Ja, ist ja gut… ich zeig Euch, wer sich über neuen Lesestoff freuen darf!!!

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Also Corina, Sonja, Kristina, Hannah und Kahrin: meldet Euch bei mir via tinkersbuchwelt@arcor.de. Wenn ich bis zum Wochenende nix von Euch höre, schreibe ich Euch an!!!

Für alle anderen: Seid nicht traurig, ich tüftle schon am nächsten Gewinnspiel🙂

„Nicht heulen, Husky“ – Gila van Delden

„Nicht heulen, Husky- Der fesselnde Tatsachenbericht einer Auswanderung nach Kanada“ von Gila van Delden, erschienen Oktober 2010 bei Heyne, ist eine Liebesgeschichte ohne Happy End.

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Gila ist mit Achim verheiratet und hat zwei Kinder. Rainer ist mit Gilas Freundin Eva verheiratet. Doch Gila und Rainer beginnen eine Affäre, aus der eine Tochter entsteht. Beide verbindet die Liebe zu Kanada und Huskys. Viele Geheimnisse, verletzte Gefühle, zahlreiche Trennungen und Beziehungsversuche führen dann doch dazu, dass sich beide von ihren Ehepartnern trennen und gemeinsam nach Kanada auswandern. Dort wollen sie sich in der Wildnis mit ihren Huskys eine Existenz aufbauen.

Die erste Hälfte des Buches handelt ausschließlich von dem Hin und Her zwischen Gila und Rainer. Die Pläne nach Kanada auszuwandern, finden erst im zweiten Teil statt.

Mich hat gestört, dass die beiden so lange gelogen und betrogen und damit ihre Ehepartner ins Unglück gestürzt haben. Und obwohl sich beide auf Seminaren über Lebensglück fortgebildet haben, hatten sie doch immer nur ihre eigenen Gefühle im Fokus. Dass ihre Story kein glückliches Ende nehmen konnte, empfinde ich schon beinahe als gerecht.

Meine Erwartungen von wundervollen Naturerlebnissen, Huskytouren und einer glücklichen Liebe zu lesen, wurden leider enttäuscht. Vielmehr ist es aus meiner Sicht ein Tagebuch in dem die Autorin versucht ihre unehrliche Art zu rechtfertigen und ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen. Für mich ist sie auch keine starke Frau, die ihren Weg geht, denn auch als sie eine wichtige Entscheidung trifft, ist es längst zu spät. Ich wünschte, sie wäre nicht nur anderen, sondern vor allem sich selbst gegenüber ehrlicher gewesen. Das hätte allen Beteiligten sehr viel Leid erspart.

Ich vergebe leider nur 3 enttäuschte Pünktchen, denn zum einen ist es eine spannende Lebensgeschichte, die sehr detailliert berichtet, aber zum anderen überwiegt das Leid, welches auch durch die Verarbeitung beim Aufschreiben nicht mehr wieder gutzumachen ist.